Mankelschüler erlaufen über 6.000 Euro für Himalayan Care Foundation

Schüler der Jakob-Mankel-Schule

WEILBURG/LEUN/NEPAL. Erneut zeigte sich die Schulgemeinde der Jakob-Mankel-Schule sozial stark engagiert. 6.100,93 Euro sammelten die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium für einen guten Zweck.

Motiviert durch die verheerenden Erdbeben in Nepal im Frühjahr diesen Jahres und die damit verbundenen Zerstörungen, organisierte der Sportfachbereich der Integrierten Gesamtschule kurzerhand eine Spendenaktion. Schnell stand auch fest, wohin die erhofften Spendengelder fließen sollten: zur Himalayan Care Foundation, einer Hilfsorganisation des Leuner Mediziners Dr. Walter Staaden.

Festgeschrieben im schuleigenen Lehrplan steht die jährliche Teilnahme jedes Schülers am Laufabzeichenwettbewerb des Hessischen Leichtathletik Verbandes.

Unter der Leitung von Sportlehrer Thomas Bruchmeier und dem stellvertretenden Schulleiter Lars Wörner wurde dieser Wettbewerb in einen Spendenlauf umfunktioniert. Für jede gelaufenen fünf Minuten klingelten die Euros im Spendenbeutel.

"Wir rechnen mit knapp 3.000 Euro" war die vorsichtige Prognose der beiden Sportlehrer Bruchmeier und Wörner vor der Laufveranstaltung. Angefeuert von Mitschülern und Sportlehrern wuchsen die Schülerinnen und Schüler dann förmlich über sich hinaus. Mehr als 5.500 Euro erliefen sie an den beiden Spendenlauftagen.

Auch das Lehrerkollegium der Jakob-Mankel-Schule steuerte dann noch seinen Teil hinzu. Bei einem Fußballgolf-Turnier sammelten die Pädagogen weitere Spendengelder, so dass am Ende die stolze Summe von exakt 6.100,93 Euro zusammenkam.

Nachdem nun alle gesammelten Gelder eingegangen waren, konnte die Spendenübergabe in der Vorweihnachtszeit realisiert werden. Stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler der Jakob-Mankel-Schule übergab die Klasse 7a von Klassenlehrer und Mitorganisator Thomas Bruchmeier den Scheck an Dr. Walter Staaden.

Dieser zeigte sich gerührt und überaus dankbar über die seiner Organisation zu Gute kommende Aktion. Seine Dankbarkeit unterstrich Staaden dann mit seinem Vortrag über die Himalayan Care Foundation und das Leben in Nepal.

Mucksmäuschenstill lauschten die Schülerinnen und Schüler dem Mediziner bei dessen Ausführungen.

Bereits vor der Gründung der Himalayan Care Foundation (HCF) im Jahr 2010 war Staaden als Mediziner und Vorstandsprecher von Medi-Tibet tätig und bereits über 20 mal vor Ort.

2010 gründete er gemeinsam mit den beiden Münchner Pädagoginnen Nikola Geiger-Pollak und Verena Wilkesmann die HCF. Seitdem hat die Organisation 50 Mitglieder und betreut in über 10 Projekten mehr als 1.000 Kinder.

Neben Kinderpatenschaften ist Walter Staaden vor allem auf die acht Schulen und das Waisenhaus stolz, welche durch seine Organisation aufgebaut wurden und jetzt betreut werden. Exemplarisch berichtete der Sportmediziner über seine Schule in Neliogara, einem Gebiet der untersten Kaste im Himalayagebirge. "Hier wohnen die 'Unberührbaren' des Landes, die keinerlei Unterstützung des Staates erfahren", so Staaden.

Es ist der Himalayan Care Foundation gelungen, in dieser schwer zugänglichen Region eine Schule zu errichten und somit auch den Ärmsten der Armen die Möglichkeit schulischer Bildung zu geben. Auch die erste Gehörlosenschule in den Bergen Nepals konnte durch die HCF errichtet werden.

Staaden zeigte sich an dieser Stelle seines Vortrags dankbar für die erhaltene Spende, denn so könnten diese Projekte, die durch das Erdbeben zu Teilen völlig zerstört wurden, zeitnah wieder aufgebaut werden.

Und dass jeder Euro auch dort ankommen wird, wusste Walter Staaden auch zu bestätigen, denn die Foundation arbeitet grundsätzlich nur direkt mit den Dörfern vor Ort zusammen und überweist keine Gelder an den Staat.

Dass die Schülerinnen und Schüler der Jakob-Mankel-Schule mit ihrem Spendenlauf das Richtige getan haben, wussten sie dann spätestens, als sie den Leitspruch der Kinder der Gehörlosenschule lasen: „Others before self“.

(lw)

Himalaya Care Foundation

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