Unterwegs durch Schulen, Kliniken und Klöster

von Walter Staaden im April 2013 

Projekt Maratika – Amchiklinik

Der verantwortliche Arzt, Amchi Sonam scheint gut und engagiert gut zu arbeiten. Im vergangenen Jahr hatte er 690 Patienten. Weiter ungeklärt ist die schwierige Wassersituation in Haleshi. In Kathmandu fand ein Treffen mit den Chairman von Shakti Nepal, Mr. Chhongpa Sherpa. Es war ein angenehmes klares Gespräch mit dem Ergebnis, dass die NGO Shakti Nepal in jedem Fall im Herbst mit dem Bau einer Klinik oberhalb des Klosters beginnt. Wir verständigen uns darauf, dass HCF sich aus Haleshi zurückzieht, auch keine Zahlungen für Medikamente mehr leistet, damit nicht an einem Ort doppelt gefördert wird, wo anderenorts Hilfe auch dringend nötig ist.

Jogara Primary School:

Wir finden, wie von Nikola beschrieben, einen gut gelungener Bau und eine dankbare Schulgemeinde und Eltern vor. Auch die Lehrer erhalten hier noch die HCF-Jackets. Der Besuch leidet unter heftigsten Gewitterstürmen und Regen. Entsprechend schlimm sieht es dann auch in Nele später aus. 

Die Rotarier sind sehr angetan und diskutieren eine Fortführung der Hilfe, durch den Bau eines zweiten Schulgebäudes für 2 weitere Klassen unter Nutzung der vorhandenen Steine des alten Gebäudes.

Sekar Sing Lower Secondary School:

Die Gelder wurden sinnvoll und nützlich eingesetzt. Es gab hier nur Dank und Freude, keinerlei Forderungen an uns. Ein sehr sympathischer Auftritt, der unsere Sponsoren überzeugt hat. Die Jacken für die Lehrer haben wir überreicht. 

Siddharta Primary School – Neubau für körperbehinderte Kinder:

Schließlich habe ich am Abend der Abreise einen Plan, erstellt nach unseren Wünschen und Vorgaben für Körperbehinderte,  mit geschätzten Baukosten erhalten, der aber mit dem verantwortlichen Ingenieur, in der Kürze der Zeit,  nicht mehr zu diskutieren war. Wir werden dieses Projekt sehr sorgfältig diskutieren, Guidelines für die Aufnahme erstellen und exakt die Kosten vorermitteln. 

Garma Lower Secondary School:

Alles läuft, die Schule hat alle in der Gruppe überzeugt.  An Wünschen wurde die Überarbeitung des Sportfeldes geäußert. Tatsächlich war bei sehr starkem Regen, der ganze Platz eine Seenplatte. Bei unserem Abschied standen plötzlich 2 kleine Mädchen da, die nach dreitägigem Marsch abgegeben wurden. Ohne Eltern, von Verwandten gebracht, die aber verschwunden waren. Der Schulleiter Binod Tamang war bereit die Kinder noch aufzunehmen. Einer der Reiseteilnehmer hat spontan die Patenschaft übernommen. Da keine Betten, Matratzen, Decken und Kleider vorhanden waren haben wir als Soforthilfe 300.- Euro hinterlassen. 

Ein Durchbruch könnte für die Gehörlosen erfolgen. Es soll im nächsten Jahr ein staatliches Programm aufgelegt werden, bei dem diese Kinder eine parallele praktische Ausbildung erfahren können. Darüberhinaus konnten wir erfahren, dass in Kathmandu eine Möglichkeit für eine weiterführende Schule für Gehörlose besteht. Binod Tamang und Sonam werden diese unverzüglich aufsuchen und einen Kontakt herstellen. Hier könnte sich eine langfristige, tragfähige Lösung abzeichnen. 

Maidel Secondary School

Ein prächtige Entwicklung: saubere, gepflegte Schule und einfache, bescheidene und dankbare Eltern und Lehrer. Es fehlen Schulmaterialien sowie ein guter Englischlehrer. Wenn wir in Maidel Patenschaften finden könnten, hätte die eine Basisfinanzierung im Jahr zur Verfügung. Damit wären alle Bedürfnisse erst einmal abgedeckt und eine gute Entwicklung möglich. In der Gruppe bestand die übereinstimmende Meinung, dass hier eine sinnvolle Unterstützung wünschenswert und erfolgreich sei.

Von Maidel aus haben wir auf dem Weg nach Kangel noch die Lower Secondary School in Mukli besucht. Rund 350 Schüler werden dort bis zur Klasse 12 unterrichtet. In schlimmen Klassenzimmern, bei noch schlimmerer Toiletten- und Wasserversorgung. Ich habe vermittelt, dass wir kein Großprojekt schultern können, dass wir sehr viel mehr Engagement der Schule erwarten und zuerst  in München diskutieren müssen. Als Arzt muss ich allerdings sagen, dass ich solch miserable hygienische Bedingungen, schon lange nicht mehr gesehen habe.

Zusammenfassend war es eine sehr schöne Reise, eindrucksvoll auch für die Menschen, die uns seit 10 Jahren unterstützen und Verantwortung mittragen.

 

Himalaya Care Foundation

Vorstand:
Nikola Geiger
Verena Wilkesmann
Dr. Walter Staaden

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